Preisträgerkonzert
Marcel Dupré 1886-1971
Der Kreuzweg op. 29
nach Texten von Paul Claudel
Dominik Bernhard – Orgel
Clemens Nicol – Sprecher, Mitglied des Sprecherensembles »Akademie für gesprochenes Wort«
Eintritt frei
In Verbindung mit der Internationalen Orgelwoche Nürnberg / musica sacra Der Orgelzyklus "Der Kreuzweg" hat eine eigentümliche Entstehungsgeschichte: Im Februar 1931 spielte Dupré Orgelimprovisationen zu einer Lesung von 14 Gedichten von Paul Claudel. Er entschloss sich, diese Improvisationen niederzuschreiben, was fast ein Jahr dauerte. Das Ergebnis gilt als Markstein religiöser Programmmusik und Dupré hat es alljährlich am Sonntag Lätare in seiner Kirche Saint Sulpice in Paris sowie in vielen Orgelrécitals gespielt.20 Uhr
Spätgotische Stadtkirche Stuttgart – Bad Cannstatt
Zur Sterbestunde Jesu
Johann Sebastian Bach 1685-1750
Johannes-Passion BWV 245
Tobias Scharfenberger – Bass (Christus)
Andreas Post – Tenor (Evangelist)
Barbara Baier – Sopran
Rita Kapfhammer – Alt
Uwe Schenker-Primus – Bass
Bachchor Stuttgart
Bachorchester Stuttgart
Jörg-Hannes Hahn – Leitung
Eintritt 29 / 24 / 16 / 10 EUR
Die Johannes-Passion war Bachs erster Beitrag zu der gerade erst gefestigten Leipziger Kultur der Passionsvertonungen. Zum ersten Mal erklang die Johannes-Passion am 7. April 1724 in der Leipziger Nikolaikirche. Das Werk zeichnet sich durch die vielschichtige Rolle des Chores aus und ist im Vergleich zur Matthäus-Passion dramatischer, lebhafter, auch drastischer. Faszinierend auch hier Bachs unvergleichliche Kombination von Bibeltexten, Chorälen und freier Dichtung.
15 Uhr
Lutherkirche
Stuttgart – Bad Cannstatt
14 Uhr Einführungsvortrag
Benefizkonzert
Felix Mendelssohn Bartholdy 1809-1847
Motetten op. 23, 69, 79
Cantus Stuttgart
Jörg-Hannes Hahn – Leitung
Das geistliche Vokalwerk III
Zugunsten der Vesperkirche Stuttgart
Eintritt frei
Drei Zyklen von Motetten setzen die Ehrung von Mendelssohn fort: Sein op. 23 betitelte der junge Komponist 1830 als "Drei Kirchenmusiken für Chor- und Solostimmen mit Orgel". Die drei Motetten op. 69 entstanden in Mendelssohns Todesjahr 1847 und sind seine spätesten Arbeiten in dieser Gattung. In dem sechsteiligen Zyklus op. 79 widmet er sich dem Kirchenjahr zwischen Weihnachten und Karfreitag.
20 Uhr
Spätgotische Stadtkirche Stuttgart – Bad Cannstatt
7. Komponistenportrait – Der Komponist im Gespräch
Heinz Holliger *1939
Puneigä (2002)
Partita (2008) / Uraufführung der vollständigen Orgelfassung
Sylvia Nopper – Sopran
Bernhard Haas – Orgel
Solisten des Radio-Sinfonie-Orchesters Stuttgart
Jörg-Hannes Hahn – Leitung
Dr. Ewald Liska, Jörg-Hannes Hahn – Moderation
Eintritt frei
Der Schweizer Komponist, Oboist und Dirigent Heinz Holliger zählt heute zu den wichtigsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musik. Sein Werk umfasst alle musikalischen Gattungen, wobei er sich häufig intensiv mit literarischen Texten oder Biografien von Persönlichkeiten auseinandersetzt. Das ihm gewidmete Komponistenportrait wartet sogar mit einer Uraufführung auf. Mit Ewald Liska und Jörg-Hannes Hahn wird Holliger sich über sein Werk unterhalten.
Heinz Holliger
19 Uhr
Spätgotische Stadtkirche Stuttgart – Bad Cannstatt
Schlußkonzert der Saison 2009/10
Felix Mendelssohn Bartholdy 1809-1847
Die Choralkantaten
Bachchor Stuttgart
Junges Bachorchester Stuttgart
Jörg-Hannes Hahn – Leitung
Das geistliche Vokalwerk IV
Eintritt frei
Der Mendelssohn-Zyklus schließt in dieser Saison mit einer Aufführung der Choralkantaten. Schon als Kind hatte sich Mendelssohn mit Chorälen beschäftigt, und die Faszination des traditionellen Kirchenliedes ließ ihn nicht mehr los. Insbesondere die Beschäftigung mit Bach veranlasste Mendelssohn zur kompositorischen Bearbeitung verschiedener Choräle. Lange blieben diese Werke unbekannt, da sie Mendelssohn nicht veröffentlichen ließ.
20 Uhr
Spätgotische Stadtkirche Stuttgart – Bad Cannstatt
Sommer! – 6 x Orgel
Internationaler Orgelzyklus
Max Reger: Die großen freien Orgelwerke
Der Katholik Reger wurde ausgerechnet von Bach und den protestantischen Chorälen zu seinem umfangreichen Oeuvre für die Orgel inspiriert. Neben diesen Choralfantasien schrieb Reger aber auch zahlreiche Werke ohne Bindung an eine traditionelle Vorlage. In diesen "freien" Stücken zieht Reger alle Register seines Könnens, orientiert sich teilweise an überkommenen Formen wie Präludium und Fuge, schreitet aber auch fort zu sinfonisch konzipierten, großformatigen Werkstrukturen.
20 Uhr
Spätgotische Stadtkirche Stuttgart – Bad Cannstatt